Was wurde eigentlich aus Adel Tawil nach "Ich + Ich"?
Adel Tawil nach Ich Ich: Wie der Duo-Star zur festen Größe der deutschen Musikszene wurde – und warum er heute erfolgreicher denn je ist.
Wer in den 2000er Jahren das Radio eingeschaltet hat, kam an „Ich + Ich“ nicht vorbei. Songs wie „Vom selben Stern“ oder „Stark“ liefen auf Dauerrotation – und mittendrin: Adel Tawil, die unverwechselbare Stimme des Duos. Doch nach dem Ende von Ich + Ich wurde es ruhiger um den Sänger. Oder etwa doch nicht? Wir von NEUNZIG NULL NULL werfen einen Blick darauf, was eigentlich aus Adel Tawil geworden ist.
Adel Tawil nach Ich und Ich: Wo ist er heute?
Adel Tawil ist keineswegs von der Bildfläche verschwunden – ganz im Gegenteil. Auch wenn das offizielle Ende von „Ich + Ich“ im Jahr 2014 für viele Fans ein kleiner Schock war, hat sich der Berliner Musiker mit ägyptisch-tunesischen Wurzeln längst neu erfunden. Wer heute durch die deutschen Musikcharts scrollt oder Spotify-Playlists durchstöbert, stößt regelmäßig auf seinen Namen. Adel Tawil ist nach wie vor einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Künstler – nur eben auf eigenen Beinen.
Heute lebt Adel Tawil weiterhin in Berlin, der Stadt, die ihn musikalisch und persönlich geprägt hat wie keine andere. Er ist Familienvater, engagiert sich sozial und hat sich in der deutschen Musikszene einen festen Platz als Solokünstler erarbeitet. Dabei ist er bodenständig geblieben – in Interviews wirkt er reflektiert, nahbar und alles andere als abgehoben. Das kommt an, nicht nur bei den Fans von damals, sondern auch bei einer neuen, jüngeren Generation von Hörern.
Neben seiner Musik ist Adel Tawil auch immer wieder im Fernsehen präsent. Ob als Coach, Jurymitglied oder Gast in Talkshows – sein Gesicht kennt man einfach. Und wer ihn live erleben will, hat regelmäßig die Chance dazu: Tawil tourt nach wie vor durch Deutschland und füllt dabei Hallen und Open-Air-Bühnen. Von einem Karriereknick nach dem Aus von Ich + Ich kann also wirklich keine Rede sein.
Vom Duo-Erfolg zur erfolgreichen Solokarriere
Der Übergang vom Duo zur Solokarriere ist für viele Musiker ein riskanter Schritt – nicht wenige scheitern daran. Bei Adel Tawil lief es anders. Sein Debütalbum „Lieder“ erschien 2013, also noch vor dem offiziellen Ende von Ich + Ich, und schlug sofort ein. Der gleichnamige Titelsong wurde zu einem der meistgespielten deutschen Songs des Jahres. Darin verwebt er geschickt Referenzen an große Hits der Musikgeschichte – ein cleverer Schachzug, der beim Publikum genau den richtigen Nerv traf.
Mit seinem zweiten Album „So schön anders“ (2017) bewies Tawil, dass der Soloerfolg kein Eintagsfliegending war. Songs wie „Ist da jemand“ entwickelten sich zu echten Radiohits und zeigten eine emotionalere, tiefgründigere Seite des Künstlers. Die Single hielt sich wochenlang in den Charts und wurde millionenfach gestreamt. Tawil hatte damit endgültig bewiesen, dass er mehr ist als nur „die eine Hälfte von Ich + Ich“. Er ist ein eigenständiger Künstler mit einer klaren musikalischen Identität.
Was Adel Tawil von vielen anderen unterscheidet, ist seine Fähigkeit, sich weiterzuentwickeln, ohne dabei seine Wurzeln zu vergessen. Seine Musik ist persönlicher geworden, ehrlicher vielleicht. Er traut sich, verletzlich zu sein, und genau das macht seine Songs so zugänglich. Ob Pop, R&B-Einflüsse oder nachdenkliche Balladen – Tawil bedient kein Schema F, sondern folgt seinem musikalischen Instinkt. Und das Publikum dankt es ihm mit Treue und vollen Konzerthallen.
Adel Tawil ist das beste Beispiel dafür, dass ein Karriereende nicht das Ende sein muss – sondern ein Neuanfang. Aus dem Ich + Ich-Sänger ist ein vielseitiger Solokünstler geworden, der die deutsche Musiklandschaft nach wie vor mitprägt. Wir von NEUNZIG NULL NULL sagen: Chapeau, Adel! Wir sind gespannt, was da noch kommt.
Zuletzt aktualisiert: 8. April 2026