Die 100 besten 90er Hits aller Zeiten
Die 100 besten 90er Hits aller Zeiten – von Eurodance bis Grunge. Hör sie alle bei NEUNZIG NULL NULL! 🎶
Die 90er waren ein musikalisches Jahrzehnt der Superlative. Eurodance-Hymnen, die ganze Tanzflächen zum Beben brachten. Grunge-Riffs, die eine Generation definierten. Pop-Balladen, die Millionen zum Weinen brachten. HipHop-Beats, die von der Straße in die Charts explodierten. Und dazwischen Techno, Britpop, R&B und Deutschpop – alles gleichzeitig, alles auf Anschlag.
Wir haben uns durch Tausende Songs gewühlt, gestritten, abgestimmt und am Ende die ultimative Liste zusammengestellt: Die 100 besten 90er Hits aller Zeiten. Von Platz 100 bis Platz 1 – als Countdown, wie es sich gehört. Einige wirst du sofort wiedererkennen. Andere hast du vielleicht vergessen. Und bei manchen wirst du dich fragen, warum sie nicht weiter oben stehen. Aber genau das ist der Punkt: Über diese Liste lässt sich streiten. Und genau das soll sie.
Eins ist sicher: Alle 100 Songs hörst du bei NEUNZIG NULL NULL – deinem Webradio für die beste Musik der 90er und 2000er.
Platz 100–81: Der Anfang einer Zeitreise
100. Ini Kamoze – „Here Comes the Hotstepper“ (1994) Reggae trifft HipHop trifft Ohrwurm. Der Soundtrack zu „Prêt-à-Porter“ wurde zum weltweiten Überraschungshit.
99. Lenny Kravitz – „Are You Gonna Go My Way“ (1993) Retro-Rock mit einem Riff, das Jimi Hendrix stolz gemacht hätte. Kravitz in Bestform.
98. Salt-N-Pepa – „Shoop“ (1993) Frecher, selbstbewusster Female-Rap mit einem der smoothesten Beats der frühen 90er.
97. Cher – „Believe“ (1998) Der Song, der Auto-Tune salonfähig machte. Cher bewies mit 52, dass Comeback keine Altersfrage ist.
96. Eiffel 65 – „Blue (Da Ba Dee)“ (1998) Absurd, eingängig, unvergesslich. Italiens verrücktester Beitrag zur Eurodance-Geschichte.
95. Montell Jordan – „This Is How We Do It“ (1995) Die Party-Hymne der 90er schlechthin. Wenn dieser Song lief, war der Abend gerettet.
94. Coolio – „1, 2, 3, 4 (Sumpin‘ New)“ (1996) Lässiger Westcoast-Funk, der im Schatten von „Gangsta’s Paradise“ oft vergessen wird – zu Unrecht.
93. Blur – „Song 2″ (1997) Zwei Minuten, ein „Woo-hoo!“ und fertig ist der perfekte Rock-Song. Weniger ist manchmal alles.
92. Faithless – „Insomnia“ (1995) Acht Minuten elektronische Perfektion. Der langsame Aufbau, der Break, die Euphorie – ein Meisterwerk.
91. New Radicals – „You Get What You Give“ (1998) Ein einziger Hit, aber was für einer. Sunshine-Pop mit Biss, der Song für alle, die an das Gute glauben.
90. East 17 – „Stay Another Day“ (1994) Die Boyband-Ballade, die Weihnachten eroberte – obwohl sie eigentlich kein Weihnachtslied ist.
89. Die Fantastischen Vier – „Die da!?!“ (1992) Der Song, der Deutschrap in die Charts brachte. Smudo und Thomas D. erzählen Beziehungschaos über einen Beat, der heute noch funktioniert.
88. Garbage – „Stupid Girl“ (1996) Shirley Manson und ein Sound irgendwo zwischen Alternative, Elektronik und Attitüde.
87. Dr. Alban – „It’s My Life“ (1992) Eurodance-Pionierstück aus Schweden. Der Refrain saß nach dem ersten Hören – für immer.
86. Missy Elliott – „The Rain (Supa Dupa Fly)“ (1997) Missy und Timbaland erfindet HipHop-Produktion neu. Avantgarde, die trotzdem groovt.
85. The Verve – „Lucky Man“ (1997) Im Schatten von „Bitter Sweet Symphony“ oft übersehen – aber genauso schön.
84. Fugees – „Ready or Not“ (1996) Düsterer, cinematischer HipHop. Lauryn Hills Stimme über einem Enya-Sample – wer denkt sich sowas aus? Genial.
83. Jamiroquai – „Virtual Insanity“ (1996) Acid Jazz, Funk und ein Musikvideo mit wandernden Möbeln. Jay Kay in seinem Element.
82. Snap! – „Rhythm Is a Dancer“ (1992) Die Eurodance-Blaupause. „I’m serious as cancer“ – eine Textzeile, die eigentlich nicht funktionieren sollte, aber unsterblich wurde.
81. Destiny’s Child – „Say My Name“ (1999) R&B-Perfektion an der Schwelle zum neuen Jahrtausend. Beyoncés erster Schritt Richtung Weltherrschaft.
Platz 80–61: Die Hits werden größer
80. Alanis Morissette – „You Oughta Know“ (1995) Rohe Wut, ungefiltert und kompromisslos. Der Song, der „Jagged Little Pill“ zum Phänomen machte.
79. Masterboy – „Everybody Needs Somebody“ (1993) Eurodance made in Germany. Reiner Dancefloor-Treibstoff mit einem Refrain, der nicht mehr aus dem Kopf geht.
78. Bon Jovi – „Always“ (1994) Die Power-Ballade der 90er. Jon Bon Jovi mit dem Feuerzeug-Moment für die Ewigkeit.
77. Bryan Adams – „(Everything I Do) I Do It for You“ (1991) Robin Hood, eine Ballade und sechzehn Wochen Platz 1 in Großbritannien. Bryan Adams definierte Filmmusik-Romantik.
76. Depeche Mode – „Enjoy the Silence“ (1990) Synthie-Pop in Perfektion. Dave Gahan als wandernder König im Musikvideo – ikonisch.
75. Fettes Brot – „Jein“ (1996) Soll ich oder soll ich nicht? Das Dilemma als HipHop-Song – witzig, klug und ein Meilenstein des Deutschrap.
74. Daft Punk – „Around the World“ (1997) Ein Satz, endlos wiederholt, über einem hypnotischen Beat. Daft Punk bewiesen, dass Minimalismus maximal grooven kann.
73. La Bouche – „Sweet Dreams“ (1994) Eurodance-Perfektion. Melanie Thorntons Stimme und Lane McCreys Rap über einem Beat, der nie altert.
72. R. Kelly – „I Believe I Can Fly“ (1996) Die Motivations-Hymne der 90er. Aus dem „Space Jam“-Soundtrack direkt in die Geschichtsbücher.
71. Weezer – „Buddy Holly“ (1994) Nerd-Rock mit Spike-Jonze-Video in „Happy Days“-Optik. Weezer machten Uncool zum Coolsten überhaupt.
70. MC Hammer – „U Can’t Touch This“ (1990) Die Pluderhose, der Tanz, der Beat (geklaut von Rick James). Der erste Rap-Song, den deine Eltern kannten.
69. Alice in Chains – „Man in the Box“ (1991) Grunge von seiner dunkelsten, schwersten Seite. Layne Staleys Stimme schneidet durch Mark und Bein.
68. Real McCoy – „Another Night“ (1994) Eurodance-Export aus Deutschland, der es bis auf Platz 3 der US-Charts schaffte. Unterschätzt und großartig.
67. Rednex – „Cotton Eye Joe“ (1994) Country trifft Eurodance trifft Wahnsinn. Dieser Song hat kein Recht, so gut zu funktionieren – tut er aber.
66. Stone Temple Pilots – „Plush“ (1993) Grunge mit Melodie und Seele. Scott Weiland in der Rolle seines Lebens.
65. Pearl Jam – „Black“ (1991) Eddie Vedders emotionalster Moment. Eine Ballade, die leise beginnt und in purer Verzweiflung endet.
64. Scooter – „Hyper Hyper“ (1994) H.P. Baxxter erfindet Happy Hardcore für Deutschland. Subtil? Nein. Effektiv? Absolut.
63. Aqua – „Barbie Girl“ (1997) Pop-Wahnsinn aus Dänemark. Mattel klagte, die Welt sang mit. „Life in plastic, it’s fantastic.“
62. Corona – „The Rhythm of the Night“ (1993) Italiens Geschenk an die Eurodance-Welt. Pure Euphorie in unter vier Minuten.
61. Pur – „Abenteuerland“ (1995) Deutschpop-Hymne, die Stadien füllte. „Willkommen im Abenteuerland“ – wer in den 90ern aufwuchs, kennt jede Zeile.
Platz 60–41: Klassiker-Territorium
60. Aaliyah – „Are You That Somebody?“ (1998) Timbalands visionäre Produktion trifft Aaliyahs samtweiche Stimme. R&B-Zukunftsmusik.
59. Beastie Boys – „Sabotage“ (1994) Punk-Rock-Rap-Crossover mit dem besten Musikvideo der 90er. Spike Jonze, schon wieder.
58. Mark Morrison – „Return of the Mack“ (1996) Der smootheste Comeback-Song aller Zeiten. Dieser Beat, dieser Refrain, diese Attitüde.
57. Guns N‘ Roses – „November Rain“ (1991) Neun Minuten Rock-Epos mit Orchester, Slash-Solo im Regen und dem größenwahnsinnigsten Musikvideo des Jahrzehnts.
56. Whitney Houston – „I Will Always Love You“ (1992) Die vielleicht kraftvollste Stimme der Popgeschichte in ihrem definitiven Moment. Der „Bodyguard“-Soundtrack verkaufte 45 Millionen Exemplare – dieser Song war der Grund.
55. Green Day – „Basket Case“ (1994) Punk-Pop-Perfektion. Drei Akkorde, Angststörungen und ein Video in einer Nervenheilanstalt. Billie Joe Armstrong machte Panikattacken zum Pogo-Anlass.
54. Robbie Williams – „Feel“ (2002) Moment – 2002? Stimmt, knapp daneben. Aber „Angels“ ist von 1997, und der kommt noch. Robbie bleibt in dieser Liste, versprochen.
53. Captain Jack – „Captain Jack“ (1995) Eurodance mit Militär-Ästhetik. Die Choreografie, die Uniform, der Beat – Captain Jack war ein Gesamtkunstwerk aus der Disko.
52. Mr. President – „Coco Jamboo“ (1996) Sommer, Sonne, Eurodance. „Coco Jamboo“ ist der Soundtrack zu jedem 90er-Urlaub, den du je hattest.
51. Mariah Carey – „Fantasy“ (1995) Mariah sampelt Tom Tom Club und erfindet sich neu. Der Song, der modernen Pop-R&B definierte.
50. Red Hot Chili Peppers – „Under the Bridge“ (1991) Anthony Kiedis singt über Einsamkeit in Los Angeles. Zart, verletzlich und meilenweit entfernt vom Funk-Rock, den man von den Chilis kannte.
49. Soundgarden – „Black Hole Sun“ (1994) Psychedelischer Grunge mit Chris Cornells übermenschlicher Stimme. Das surreale Video wurde zum MTV-Dauerbrenner.
48. Die Prinzen – „Alles nur geklaut“ (1993) A-cappella-Pop aus Leipzig, der ganz Deutschland zum Mitsingen brachte. Selbstironisch, clever und unglaublich eingängig.
47. Spice Girls – „Wannabe“ (1996) Girlpower in Reinform. Der Debütsingle der Spice Girls genügte ein einziger Take im Video und eine Woche in den Charts, um zur meistverkauften Single einer Girlgroup aller Zeiten zu werden.
46. Blümchen – „Herz an Herz“ (1995) Eurodance für die junge Generation. Jasmin Wagners Debüt war unschuldig, energetisch und allgegenwärtig.
45. Blackstreet – „No Diggity“ (1996) Dr. Dre am Beat, Teddy Riley an der Produktion, Queen Pen am Gastvers. New Jack Swing trifft G-Funk – eine der coolsten Produktionen des Jahrzehnts.
44. Natalie Imbruglia – „Torn“ (1997) Eigentlich ein Cover, aber Natalie machte den Song komplett zu ihrem eigenen. „Torn“ wurde zur Akustik-Pop-Hymne der späten 90er.
43. Radiohead – „Karma Police“ (1997) „This is what you get when you mess with us.“ Radiohead auf dem Höhepunkt ihrer Kreativität. Gänsehaut garantiert.
42. Britney Spears – „…Baby One More Time“ (1998) Der Song, der Pop im neuen Jahrtausend definierte – auch wenn er noch in den 90ern erschien. Das Schulmädchen-Outfit, die Choreografie, der Refrain: Pop-Kulturgeschichte.
41. Haddaway – „What Is Love“ (1993) Drei Worte, die die 90er zusammenfassen. Haddaways Eurodance-Hymne wurde durch „Saturday Night Live“ und „A Night at the Roxbury“ unsterblich – aber der Song brauchte das gar nicht. Er war schon vorher perfekt.
Platz 40–21: Die Schwergewichte
40. Dr. Dre feat. Snoop Dogg – „Still D.R.E.“ (1999) Dieses Klavier-Riff. Dieser Beat. Dieser Swagger. „Still D.R.E.“ ist Westcoast-HipHop destilliert auf seine reinste Form.
39. Pearl Jam – „Alive“ (1991) Eddie Vedders autobiografische Grunge-Hymne. „I’m still alive“ – simpel, kraftvoll und universell.
38. ATB – „9 PM (Till I Come)“ (1998) Die Trance-Hymne der späten 90er. André Tannebergers Debüt ging weltweit auf Platz 1 und definierte den Sound des melodischen Trance.
37. Robbie Williams – „Angels“ (1997) Die Ballade, die Robbie Williams vom Boyband-Flüchtling zum Solo-Superstar machte. Lighters up – überall.
36. The Cranberries – „Zombie“ (1994) Dolores O’Riordans Protestsong gegen die IRA-Gewalt. Roh, wütend und mit einem der aggressivsten Refrains, die je eine Alternative-Band aufgenommen hat.
35. Nas – „N.Y. State of Mind“ (1994) Fünf Minuten Stream-of-Consciousness über DJ Premiers dunkelsten Beat. „Illmatic“ in einem Track zusammengefasst.
34. Ace of Base – „All That She Wants“ (1992) Reggae-infizierter Pop aus Schweden. „All That She Wants“ war der Startschuss für den europäischen Pop-Boom der 90er.
33. TLC – „Waterfalls“ (1995) Drei Frauen, drei Geschichten über HIV, Drogen und Gewalt – verpackt in den smoothesten R&B-Song des Jahrzehnts. Mutig und wunderschön.
32. Robert Miles – „Children“ (1995) Eine Klaviermelodie, die die Welt berührte. „Children“ brachte Trance aus den Clubs ins Radio und bewies, dass elektronische Musik emotional sein kann.
31. Backstreet Boys – „Everybody (Backstreet’s Back)“ (1997) Halloween-Choreografie, ikonisches Musikvideo und ein Refrain, den auch 2026 noch jede Party zum Explodieren bringt.
30. No Doubt – „Don’t Speak“ (1996) Gwen Stefani singt über das Ende ihrer Beziehung mit Bassist Tony Kanal – und jeder im Raum fühlt mit. Ska-Pop auf dem emotionalen Höhepunkt.
29. 2Pac – „Changes“ (1998) Posthum veröffentlicht, aber zeitlos. Tupacs Kommentar zu Rassismus und Ungleichheit über einem Bruce-Hornsby-Sample. Heute relevanter denn je.
28. Daft Punk – „Da Funk“ (1995) French House in seiner reinsten Form. Der verzerrte Synthie-Bass, der dich drei Tage lang nicht mehr loslässt.
27. Marusha – „Somewhere Over the Rainbow“ (1994) Techno trifft „Wizard of Oz“. Marusha brachte Rave-Kultur ins deutsche Fernsehen und lieferte den Soundtrack dazu.
26. Eric Prydz / Outhere Brothers – „Don’t Stop (Wiggle Wiggle)“ (1995) Eurodance von seiner unverschämtesten Seite. Kein Anspruch, keine Tiefe, nur pure Tanzflächen-Energie.
25. Nirvana – „Come as You Are“ (1992) Das sanftere Gesicht des Grunge. Kurt Cobains Einladung, genau so zu kommen, wie man ist – mit einem Gitarren-Riff, das sich anfühlt wie ein alter Freund.
24. Notorious B.I.G. – „Juicy“ (1994) Biggies Aufstiegsgeschichte von der Armut zum Ruhm. „It was all a dream“ – der berühmteste Einstieg in der Rap-Geschichte.
23. Oasis – „Don’t Look Back in Anger“ (1996) Noel Gallagher singt ausnahmsweise selbst – und liefert die Stadion-Hymne der 90er. „So Sally can wait“ – auch wenn niemand weiß, wer Sally ist.
22. Offspring – „Self Esteem“ (1994) Punk-Rock über eine toxische Beziehung, die man nicht beenden kann. Dexter Hollands Frustration war die Frustration einer ganzen Generation.
21. Eminem – „My Name Is“ (1999) Marshall Mathers betritt die Bühne. Provokant, verstörend witzig und technisch brillant – mit „My Name Is“ war klar, dass HipHop nie wieder so sein würde wie vorher.
Platz 20–1: Die Unsterblichen
20. Backstreet Boys – „I Want It That Way“ (1999)
„Tell me why / Ain’t nothin‘ but a heartache“ – mehr braucht es nicht. „I Want It That Way“ ist der perfekte Pop-Song: ein Refrain, der sofort im Ohr bleibt, eine Melodie, die gleichzeitig fröhlich und melancholisch klingt, und ein Text, der – wenn man ehrlich ist – keinen Sinn ergibt. Und genau das ist egal. Denn dieser Song funktioniert auf einer Ebene jenseits von Logik. Er funktioniert auf der Ebene reiner Emotion. Die Backstreet Boys hatten viele Hits, aber keiner erreichte die universelle Anziehungskraft von „I Want It That Way“. Es ist der Song, bei dem Fremde in Bars plötzlich zusammen singen. Der Song, bei dem selbst Leute, die behaupten, Boybands zu hassen, leise mitsummen. Pop-Perfektion, Platz 20.
19. La Bouche – „Be My Lover“ (1995)
Lane McCray rappt, Melanie Thornton singt, und dazwischen liegt einer der besten Eurodance-Tracks aller Zeiten. „Be My Lover“ hatte alles: den treibenden Beat, den Call-and-Response zwischen Rap und Gesang, die unwiderstehliche Hook. Produziert von Frank Farian in München, eroberte der Song die Charts in über 30 Ländern. Melanie Thorntons Stimme – warm, kraftvoll, voller Lebensfreude – machte La Bouche zu mehr als einem typischen Eurodance-Projekt. Ihr tragischer Tod bei einem Flugzeugabsturz 2001 beendete die Geschichte viel zu früh. Aber „Be My Lover“ lebt weiter – auf jeder 90er-Party, in jedem Webradio, in jeder Erinnerung an die goldene Ära des Eurodance.
18. Coolio – „Gangsta’s Paradise“ (1995)
Stevie Wonders „Pastime Paradise“, neu interpretiert als düstere Ghetto-Chronik. Coolios eindringlicher Rap über Gewalt, Hoffnungslosigkeit und das Leben auf der Straße traf einen Nerv weit über die HipHop-Szene hinaus. Der Song wurde zum Titelsong des Films „Dangerous Minds“ mit Michelle Pfeiffer und zur meistverkauften Single des Jahres 1995 weltweit. Was „Gangsta’s Paradise“ besonders macht: Es ist kein Party-Track, kein Club-Banger, kein Feel-Good-Hit. Es ist ein ernster, nachdenklicher Song, der trotzdem – oder gerade deshalb – Millionen erreichte. L.V.s gesungener Refrain gibt dem Track eine fast spirituelle Schwere. Ein Meilenstein.
17. Oasis – „Wonderwall“ (1995)
Es gibt Songs, die werden zur Lagerfeuer-Hymne einer ganzen Generation. „Wonderwall“ ist dieser Song. Noel Gallagher schrieb ihn angeblich für seine damalige Freundin Meg Mathews – obwohl er das je nach Tagesform mal bestätigt und mal dementiert. Egal. Denn „Wonderwall“ gehört längst niemandem mehr. Er gehört jedem, der je mit einer Akustikgitarre um ein Feuer saß. Jedem, der je „because maybe, you’re gonna be the one that saves me“ mitgesungen hat, ohne die Akkorde richtig zu treffen. Die Melodie ist simpel, die Produktion dicht, und der Text trifft eine Sehnsucht, die universell ist. Der meistgestreamte Song der 90er auf Spotify – aus gutem Grund.
16. Snap! – „Rhythm Is a Dancer“ (1992)
Wenn es einen Song gibt, der Eurodance als Genre in einem Track zusammenfasst, dann ist es „Rhythm Is a Dancer“. Turbo B rappt, Thea Austin singt, und der Beat ist so treibend, dass Stillsitzen physisch unmöglich wird. Der Song war ein globaler Nummer-1-Hit und stand allein in Deutschland sechs Wochen an der Spitze. Snap! hatten mit „The Power“ bereits einen Mega-Hit gelandet, aber „Rhythm Is a Dancer“ war der Song, der Eurodance endgültig als eigenständiges Genre etablierte. Die Kombination aus HipHop-Rap, Soul-Vocals und elektronischem Beat wurde zur Blaupause für hunderte Songs, die danach kamen. Das Original bleibt unerreicht.
15. Green Day – „Basket Case“ (1994)
Punk-Rock für die Mainstream-Massen, ohne dabei einen Funken Authentizität zu verlieren. Billie Joe Armstrong singt über Panikattacken und den Gang zum Therapeuten – Themen, über die Mitte der 90er kaum jemand offen sprach. „Basket Case“ machte mentale Gesundheit zum Pogo-Song und bewies, dass Punk nicht dumb sein muss, um Spaß zu machen. Das Riff ist simpel, das Tempo hoch, die Energie ansteckend. „Dookie“ verkaufte über 20 Millionen Exemplare weltweit und „Basket Case“ war die Speerspitze. Der Song, der eine ganze Welle von Pop-Punk-Bands inspirierte – von Blink-182 bis Sum 41. Und keiner von ihnen hat ihn je übertroffen.
14. Dr. Dre feat. Snoop Dogg – „Nuthin‘ but a ‚G‘ Thang“ (1992)
G-Funk in seiner reinsten, smoothesten, lässigsten Form. Dr. Dres „The Chronic“ veränderte HipHop für immer, und „Nuthin‘ but a ‚G‘ Thang“ war der Song, der das Album auf die Landkarte setzte. Snoop Dogg – damals noch ein Nobody – stahl mit seinem laid-back Flow jedem die Show. Der Beat, basierend auf Leon Haywoods „I Want’a Do Something Freaky to You“, war so entspannt und gleichzeitig so druckvoll, dass er den Sound der gesamten Westcoast-Szene für die nächsten zehn Jahre definierte. Dieser Track ist der Grund, warum Lowrider und Sonnenbrillen im HipHop zum Standard wurden.
13. Culture Beat – „Mr. Vain“ (1993)
Nummer 1 in dreizehn Ländern. Über drei Millionen verkaufte Singles. „Mr. Vain“ war der Song, der Eurodance von einem Nischenphänomen zum globalen Mainstream-Sound katapultierte. Jay Supremes cooler Rap-Einstieg, Tania Evans‘ kraftvolle Vocals und dieser absolut unwiderstehliche Synthie-Hook – alles an diesem Track ist makellos produziert. Nosie Katzmann schrieb den Song in Frankfurt, und er traf den Nerv der Zeit wie kaum ein anderer. „Mr. Vain“ funktionierte auf der Tanzfläche genauso wie im Radio, im Auto, am Strand. Er war überall. Und er hat nichts von seiner Wirkung verloren. Wenn die ersten Takte erklingen, ist der Dancefloor voll – 1993 wie 2026.
12. 2Pac – „California Love“ (1996)
Tupac Shakur und Dr. Dre über einem Sample von Roger Troutman und Zapp – das ist „California Love“. Der ultimative Westcoast-Anthem, ein Song, der nach Sonne, Palmen und Hydraulik-Lowridern klingt. Tupac war gerade aus dem Gefängnis entlassen worden und meldete sich mit diesem Track auf die denkbar spektakulärste Weise zurück. Das Musikvideo, inspiriert von „Mad Max“, wurde zum MTV-Klassiker. „California Love“ ist mehr als ein Song – es ist ein Lebensgefühl. Die Westcoast in vier Minuten: lässig, selbstbewusst, unwiderstehlich.
11. The Verve – „Bitter Sweet Symphony“ (1997)
Ein Streicher-Sample von einem obskuren Rolling-Stones-Orchesterarrangement, Richard Ashcrofts stoischer Gang durch die Straßen Londons und eine Melodie, die sich anfühlt wie der Soundtrack zum Leben selbst. „Bitter Sweet Symphony“ war ein globaler Hit – und gleichzeitig eine juristische Tragödie, denn The Verve mussten alle Songwriting-Credits an die Stones abtreten (die sie erst 2019 zurückbekamen). Aber kein Rechtsstreit konnte dem Song seine emotionale Wucht nehmen. „Bitter Sweet Symphony“ ist der Song für den Moment, in dem du durch die Stadt läufst und dich fühlst, als gehörte dir die Welt – auch wenn du weißt, dass sie es nicht tut.
10. Notorious B.I.G. – „Hypnotize“ (1997)
Biggies letzter großer Hit vor seinem Tod, und was für einer. Über einem Sample von Herb Alperts „Rise“ liefert Biggie einen seiner technisch beeindruckendsten Auftritte: der Flow wechselt Geschwindigkeiten, die Reime sind labyrinthisch, und die Punchlines sitzen wie Faustschläge. „Hypnotize“ war die erste Single von „Life After Death“, dem Album, das posthum veröffentlicht wurde und direkt auf Platz 1 einstieg. Biggies Charisma, sein Storytelling, seine Fähigkeit, gleichzeitig bedrohlich und charmant zu klingen – alles davon in einem Track. Der Abschied eines Königs.
9. Haddaway – „What Is Love“ (1993)
Drei Worte, ein Beat, und die Tanzfläche explodiert. Haddaways „What Is Love“ ist einer der meistgespielten Eurodance-Tracks aller Zeiten – und das hat Gründe. Der Song ist so simpel wie genial: eine pulsierende Bassline, Haddaways kraftvoller Gesang und ein Refrain, der in jede Sprache übersetzt werden kann, weil er eigentlich eine universelle Frage stellt. „Saturday Night Live“ und der Film „A Night at the Roxbury“ machten den Song zur Comedy-Ikone – aber „What Is Love“ war schon vorher ein Welthit. In Deutschland stand er wochenlang auf Platz 1. Ein Song, der nie aufgehört hat, gespielt zu werden. Und nie aufhören wird.
8. Nirvana – „Come as You Are“ (1992)
Das Clean-Gitarren-Riff, das wie Wasser fließt. Kurt Cobains Einladung, ohne Maske zu kommen – „come as you are, as you were, as I want you to be“. „Come as You Are“ ist das zugänglichste Stück auf „Nevermind“, der Song, der auch Menschen berührte, die mit Grunge eigentlich nichts anfangen konnten. Die Atmosphäre ist hypnotisch: gedämpft, melancholisch, fast meditativ, bevor der Refrain aufbricht. Es ist der Song, in dem Cobains Verletzlichkeit am deutlichsten durchscheint – keine Wut, keine Ironie, nur nackte Ehrlichkeit. Und genau deshalb ist er zeitlos.
7. Whitney Houston – „I Will Always Love You“ (1992)
Die ersten dreizehn Sekunden – a cappella, nur Whitneys Stimme – gehören zu den berühmtesten Momenten der Musikgeschichte. Dann setzen die Instrumente ein, und Whitney Houston singt sich in eine Dimension, die nur wenige je erreicht haben. Ursprünglich ein Country-Song von Dolly Parton, verwandelte Whitney ihn in eine Pop-Ballade von epischer Wucht. Aus dem „Bodyguard“-Soundtrack wurde der meistverkaufte Soundtrack aller Zeiten. Dieser Song ist der Beweis, dass eine große Stimme alles ist, was es braucht, um die Welt anzuhalten.
6. Nirvana – „Smells Like Teen Spirit“ (1991)
Der Song, der die 90er startete. Vier Akkorde, ein Riff und Kurt Cobains frustriertes Murmeln, das in reines Schreien übergeht. „Smells Like Teen Spirit“ kam aus dem Nichts – aus Seattle, aus dem Underground, aus einer Welt, die vom Mainstream noch nicht entdeckt war. Und innerhalb von Wochen war alles anders. Hair Metal war tot. Alternative war Mainstream. Und ein schlaksiger Typ in einer Strickjacke war der widerwilligste Rockstar der Welt. Die Ironie: Cobain hasste den Song irgendwann, weil er ihm zu populär war. Aber genau darin liegt die Größe – „Smells Like Teen Spirit“ wurde größer als sein Schöpfer es wollte. Wie alle wirklich großen Songs.
5. 2 Unlimited – „No Limit“ (1993)
„No no, no no no no, no no no no, no no there’s no limit!“ – der Refrain, den ganz Europa 1993 geschrien hat. Ray und Anita aus den Niederlanden schufen mit „No Limit“ die ultimative Eurodance-Hymne: schnell, euphorisch und mit einem Refrain, der so eingängig ist, dass er sich in die DNA einer ganzen Generation gebrannt hat. Der Track war Nummer 1 in fünfzehn Ländern und verkaufte sich weltweit über fünf Millionen Mal. Was „No Limit“ besonders macht: Er funktioniert in jedem Kontext. Im Club. Im Stadion. Im Auto. Auf der 90er-Party. 33 Jahre nach der Veröffentlichung reicht es, die ersten zwei Takte anzuspielen – und alle sind drin. Das ist die Definition von Zeitlosigkeit.
4. Fugees – „Killing Me Softly“ (1996)
Lauryn Hills Neuinterpretation von Roberta Flacks 70er-Klassiker ist einer der seltenen Momente, in denen ein Cover das Original übertrifft. Über Wyclef Jeans akustische Gitarre und einen minimalen Beat singt Lauryn mit einer Stimme, die gleichzeitig zart und unendlich stark ist. „Killing Me Softly“ war der Song, der „The Score“ zum meistverkauften HipHop-Album der 90er machte – und der die Welt darauf vorbereitete, dass Lauryn Hill ein Genie ist. Das Arrangement ist so reduziert, dass jede Nuance ihrer Stimme hörbar wird. Kein Effekt, kein Trick – nur rohes Talent. Ein perfekter Song.
3. Mariah Carey – „Always Be My Baby“ (1995)
Der Song beginnt mit einem Doo-Wop-Sample und Mariahs sanfter Stimme, und innerhalb von Sekunden bist du verloren. „Always Be My Baby“ ist Mariah Carey in Bestform: verspielt, emotional, technisch makellos und mit einem Refrain, der sich anfühlt wie eine warme Umarmung. Jermaine Dupris Produktion ist luftig und gleichzeitig groovy, die Vocal Runs sind atemberaubend, und der Text trifft die bittersüße Wahrheit vergangener Liebe, die nie ganz verschwindet. In einer Karriere voller Hits ist „Always Be My Baby“ der Song, der am meisten nach Sommer, Jugend und ersten Lieben klingt. Pop-R&B hat selten schöner geklungen.
2. Radiohead – „Creep“ (1993)
„I’m a creep. I’m a weirdo.“ Thom Yorke singt, was sich in den 90ern eine ganze Generation dachte, es aber nie auszusprechen wagte. „Creep“ ist der Song für jeden, der sich je fehl am Platz gefühlt hat – in der Schule, auf einer Party, im eigenen Leben. Die leise Strophe, die mit Yorkes fragiler Stimme bettelt, dann Jonny Greenwoods brutaler Gitarren-Crunch vor dem Refrain – dieser Kontrast ist musikalische Perfektion. Radiohead selbst konnten den Song irgendwann nicht mehr hören und weigerten sich jahrelang, ihn live zu spielen. Aber „Creep“ ist größer als die Band. Er ist ein universeller Ausdruck von Unsicherheit und Sehnsucht, verpackt in vier Minuten Alternative Rock, die die Welt verändert haben.
1. 2 Unlimited – „Get Ready for This“ (1991)
Was soll man über „Get Ready for This“ sagen, das der Song nicht selbst sagt – und zwar in den ersten drei Sekunden? Das Synthie-Intro setzt ein, der Beat droppt, und du bist bereit. Bereit für alles. Diesen Song hast du in den 90ern bei jedem Basketballspiel gehört, bei jeder Hallenshow, bei jeder Schulparty. Er war der offizielle Soundtrack des Sich-Bereit-Machens. 2 Unlimited aus Amsterdam haben mit diesem Track nicht nur Eurodance miterfunden – sie haben den perfekten Pump-Up-Song aller Zeiten geschaffen.
„Get Ready for This“ ist der Song, der Stadien elektrisiert, bevor das Spiel überhaupt angefangen hat. Er ist der Song, der auf 90er-Partys als Erstes aufgelegt wird, weil danach alles laufen kann. Er hat keine tiefgründigen Texte, keine komplexe Harmonie, kein verstecktes Genie. Er ist pure, unverfälschte Energie. Und genau das macht ihn zum besten 90er-Hit aller Zeiten: Er tut exakt das, was Musik tun soll – dich fühlen lassen, als wäre alles möglich.
Platz 1. Kein Limit.
Das war sie – unsere Liste der 100 besten 90er Hits aller Zeiten. 100 Songs, die ein Jahrzehnt definiert haben. 100 Gründe, warum die 90er das beste Musikjahrzehnt aller Zeiten waren.
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Außerdem findest Du hier die 100 besten Songs der 2000er.
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Zuletzt aktualisiert: 25. März 2026