Genre

Rock & Alternative der 90er und 2000er

Rock der 90er & 2000er: Grunge, Britpop, Punk, Nu Metal & Indie – die größten Gitarren-Hymnen nonstop auf NEUNZIG NULL NULL.

E-Gitarre vor dunklem Hintergrund – Symbolbild für Rock und Alternative

Seattle, 1991. Ein schlaksiger Typ mit blonden Haaren und zerrissener Jeans steht auf einer Bühne und schreit sich die Seele aus dem Leib. Vier Akkorde, ein Riff, das ins Gehirn brennt, und ein Refrain, den bald die ganze Welt kennen wird: „Smells Like Teen Spirit“ von Nirvana veränderte nicht nur die Rockmusik – es veränderte die gesamte Popkultur. In dem Moment, in dem Kurt Cobain das erste Mal „Here we are now, entertain us“ brüllte, war die Welt eine andere.

Bei NEUNZIG NULL NULL bekommt Rock den Platz, den es verdient. Von Grunge über Britpop und Punk-Revival bis hin zu Nu Metal und Post-Punk – der volle Sound zweier Jahrzehnte, in denen die E-Gitarre noch regierte.

Grunge: Die Geburt einer Bewegung

Grunge kam aus Seattle und war der Gegenentwurf zu allem, was Rock in den 80ern geworden war. Kein Hairspray, keine Gitarrensoli über acht Minuten, keine Spandex-Hosen. Stattdessen: roher Sound, schmutzige Verstärker und Texte voller Angst, Wut und Selbstzweifel.

Nirvana waren die Speerspitze, aber die Szene war größer als eine Band. Pearl Jam lieferten mit „Ten“ (1991) ein Album voller Hymnen – „Alive“, „Jeremy“, „Black“ sind heute noch Stadion-Füller. Alice in Chains kombinierten Grunge mit Doom Metal – „Man in the Box“ und „Rooster“ waren düster, schwer und unfassbar intensiv. Soundgarden brachten mit Chris Cornells übermenschlicher Stimme und „Black Hole Sun“ Psychedelia in den Grunge. Und Stone Temple Pilots bewiesen mit „Plush“ und „Interstate Love Song“, dass Grunge auch melodisch und zugänglich sein konnte.

Der Grunge-Boom hielt nur wenige Jahre – Cobains Tod 1994 markierte das symbolische Ende der Ära. Aber der Einfluss war permanent. Ohne Grunge kein Alternative-Mainstream der späten 90er. Ohne Nirvana keine Foo Fighters.

Britpop: Die britische Antwort

Während Amerika trauerte, feierte Großbritannien. Britpop war die selbstbewusste, melodische, lebensbejahende Antwort auf den amerikanischen Grunge. Und der Soundtrack dazu war mindestens genauso ikonisch.

Oasis gegen Blur – der „Battle of Britpop“ von 1995 war das musikalische Duell des Jahrzehnts. Oasis setzten auf rohe Gitarren und Stadion-Refrains: „Wonderwall“, „Don’t Look Back in Anger“ und „Champagne Supernova“ wurden zu Hymnen einer ganzen Generation. Die Gallagher-Brüder waren arrogant, laut und kompromisslos – und genau deshalb liebte man sie. Blur konterten mit cleverem, satirischem Pop: „Song 2″ (das berühmte „Woo-hoo!“), „Parklife“ und „Coffee & TV“ waren musikalisch raffinierter, aber genauso einprägsam.

Hinter den beiden Giganten stand eine ganze Szene: Pulp mit Jarvis Cockers scharfzüngigem „Common People“. Suede mit dem glamourösen „Beautiful Ones“. The Verve mit „Bitter Sweet Symphony“ – einem Song, dessen Streicher-Hook so ikonisch ist, dass er weltweit sofort erkannt wird. Und Radiohead, die mit „OK Computer“ (1997) Britpop transzendierten und eines der wichtigsten Alben der Rockgeschichte schufen.

Punk-Revival und Pop-Punk

Mitte der 90er kam Punk zurück – schneller, melodischer und mit einer gehörigen Portion Humor. Green Day hatten mit „Dookie“ (1994) die Blaupause geliefert: „Basket Case“, „When I Come Around“ und „Longview“ waren Drei-Akkorde-Perfektion mit Texten über Langeweile, Angst und das Gefühl, nicht dazuzugehören. The Offspring konterten mit „Smash“ – „Self Esteem“ und „Come Out and Play“ wurden zu Skatepark-Hymnen.

In den 2000ern wurde Pop-Punk zum Mainstream-Phänomen. Blink-182 definierten mit „All the Small Things“ und „I Miss You“ den Sound einer ganzen Jugendbewegung. Sum 41, Good Charlotte, Simple Plan und New Found Glory füllten die Nachmittagsprogramme von MTV. Und Green Day kehrten 2004 mit „American Idiot“ als politische Punk-Oper zurück – reifer, wütender und relevanter denn je.

Nu Metal: Die härtere Seite der 2000er

Parallel zum Pop-Punk explodierten Ende der 90er die Nu-Metal-Bands. Linkin Park wurden mit „Hybrid Theory“ (2000) zur meistverkauften Debütband des Jahrzehnts. „In the End“, „Crawling“ und „Numb“ – Chester Benningtons Stimme war gleichzeitig verletzlich und explosiv, ein emotionaler Urknall, der Millionen berührte.

Korn hatten den Sound erfunden: tiefgestimmte Gitarren, aggressive Vocals und Texte voller Kindheitstrauma und Wut. Limp Bizkit brachten mit Fred Dursts Baseballcap und „Rollin’“ den Frat-Boy-Swagger. System of a Down mischten Metal mit armenischen Melodien und politischem Wahnsinn. Papa Roach landeten mit „Last Resort“ einen Hit, den absolut jeder kennt. Und Deftones bewiesen mit „White Pony“, dass Nu Metal auch kunstvoll und atmosphärisch sein kann.

Post-Punk-Revival und Indie-Rock der 2000er

Ab 2001 kam die nächste Welle: Gitarrenrock, inspiriert von den 70er- und 80er-Post-Punk-Bands, aber mit moderner Energie. The Strokes starteten mit „Is This It“ eine Revolution in Skinny Jeans. The White Stripes – nur Gitarre und Drums – schufen mit „Seven Nation Army“ eines der bekanntesten Riffs aller Zeiten. Franz Ferdinand machten mit „Take Me Out“ Tanzflächenrock. Arctic Monkeys debütierten 2006 mit „Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not“ und wurden über Nacht zur wichtigsten britischen Gitarrenband ihrer Generation.

Aus Deutschland kamen die Ärzte und die Toten Hosen, die beide in den 90ern und 2000ern ihre kommerziellen Höhepunkte erreichten. „Schrei nach Liebe“, „Junge“, „Tage wie diese“ und „Hier kommt Alex“ – Deutschrock mit Haltung, Humor und Hymnenqualität. Rammstein eroberten mit ihrem Industrial-Metal und pyrotechnischen Live-Shows die Welt. Und Bands wie Wir sind Helden, Sportfreunde Stiller und Mia. zeigten, dass deutschsprachiger Rock auch leise, clever und melancholisch sein kann.

Rock auf NEUNZIG NULL NULL

Rock ist laut, ehrlich und emotional – und genau so spielen wir es bei NEUNZIG NULL NULL. Von „Smells Like Teen Spirit“ bis „In the End“, von „Wonderwall“ bis „Seven Nation Army“, von den Toten Hosen bis Rammstein. Grunge, Britpop, Punk, Nu Metal, Indie – das volle Spektrum, nonstop.

Die 90er und 2000er waren die letzten großen Jahrzehnte der Gitarrenmusik im Mainstream. Hier hörst du, warum. Drück Play und dreh auf. Und vielleicht findest du ja auch andere Genres wie Pop oder Eurodance interessant?

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